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Eine Reise nach Hangzhou
 zum berühmten Drachenbrunnen-Tee Longjing


Direkt vor Ort: Begegnungen mit Teebauern, Traditionen und dem 
berühmten Longjing Tee, früher Lung Ching Tee genannt.
- Markus Gerich, Inhaber und Teeexperte bei teeblatt münchen, April 2026 -

Im April 2026 brechen ich, und vier leidenschaftliche Teeliebhaber, zu einer besonderen Reise nach China auf – dorthin, wo Tee nicht einfach nur getrunken, sondern gelebt wird. Für mich als langjähriger Teehändler bei teeblatt münchnen ist dieser Trip natürlich mehr als nur Urlaub. Ich bin auf der Suche nach dem besten Grüntee Chinas. 3 Stationen sollen es werden, und an jeder Station werden wir von einheimischen Guides empfangen, die uns tief in die Welt des chinesischen Tees eintauchen lassen: zu ursprünglichen Teeplantagen, traditionellen Herstellungsorten und Menschen, die ihr Wissen oft seit Generationen weitergeben. Unsere erste Station ist Hangzhou – die berühmte Heimat des legendären Longjing Tea, des „Drachenbrunnentees“.

Die Stadt Hangzhou

Hangzhou liegt im Osten Chinas in der Provinz Zhejiang, ungefähr 190 km südwestlich von Shanghai. Die Stadt befindet sich rund um den berühmten Westsee („West Lake“) und zählt zu den schönsten und kulturell bedeutendsten Städten Chinas. 
Heute hat Hangzhou etwa 12 Millionen Einwohner im gesamten Verwaltungsgebiet, der eigentliche Ballungsraum zählt rund 9 Millionen Menschen. Damit ist die Stadt zwar riesig – wirkt aber durch ihre vielen Seen, Parks, Bambushaine und Teegärten oft erstaunlich ruhig und grün, denn es regnet dort vergleichsweise oft.

Gerade dieses feuchte Klima macht die Region für Tee so besonders: Die Nebel und regelmäßigen Regenfälle sorgen dafür, dass die Teeblätter langsam wachsen und besonders weich, aromatisch und fein werden. Deshalb gilt die Gegend rund um den West Lake als ideal für Spitzen-Grüntees wie den berühmten Longjing Tea oder auch Drachenbrunnentee genannt.

Warum is Hangzhou für Teeliebhaber so bedeutend ist?
Weil hier einer der berühmtesten Grüntees der Welt entsteht. Die sanften Hügel, der feuchte Nebel rund um den West Lake und die jahrhundertealte Teekultur machen diesen Ort einzigartig. Tee ist hier weit mehr als ein Getränk – er ist Teil der chinesischen Lebensphilosophie.
Zwischen alten Teegärten, kleinen Teehäusern und dem Duft frisch gerösteter Teeblätter beginnt unsere Reise mitten im Herzen der chinesischen Teekultur.

Fakten zu Hangzhou

Klima:

Hangzhou hat ein feucht-subtropisches Klima:

• heiße, feuchte Sommer

• milde Winter

• viel Nebel und häufige Regenfälle

• vier ausgeprägte Jahreszeiten

Regen:

• etwa 1.400–1.500 mm Niederschlag pro Jahr

• besonders regenreich sind Juni bis September

• häufig feiner Nieselregen und Nebel über den Teebergen

• Luftfeuchtigkeit oft um 70 % oder höher

Der West Lake Distrikt und seine Teegärten

Schon am ersten Tag nach unserer Ankunft in Hangzhou erkundeten wir den West Lake Distrikt zu Fuß. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre und viele Einwohner nutzen den See als Naherholungsgebiet, ähnlich wie bei uns. Viele  Boote befahren den See, es gibt Pagoden zu bestaunen, und immer wieder beieindruckt uns das Panorma und der Blick in die Teeberge.
Je weiter wir uns vom See in Richtung der Teeberge bewegten, desto deutlicher wurde, warum ausgerechnet hier einer der berühmtesten Grüntees Chinas entsteht. Die sanften Hügel, die häufig in einen leichten Morgennebel gehüllt sind, das feuchte Klima und die angenehm milden Temperaturen schaffen eine Landschaft, die wie für den Teeanbau gemacht scheint. Von vielen Aussichtspunkten blickten wir über endlose Reihen von Teebüschen, die sich an die Hänge schmiegen. Man bekommt schnell das Gefühl, dass hier jede Kleinigkeit – vom Boden bis zum Wetter – ihren Anteil an der Qualität des Tees hat.

Was uns jedoch fast noch mehr beeindruckte als die Teegärten selbst, war die Bedeutung des Tees im täglichen Leben. Überall sahen wir Menschen, die sich in den Teehäusern oder direkt am West Lake mit einer Tasse Grüntee Zeit nahmen. Tee schien hier weit mehr zu sein als ein Getränk – er gehört selbstverständlich zum Alltag, begleitet Gespräche und schafft Momente der Ruhe. Selbst geschäftliche Treffen beginnen häufig mit einer Tasse Tee. Dadurch wirkt Hangzhou auf uns besonders entspannt, kultiviert und eng mit seiner Teekultur verbunden.

Ein Besuch im Teegarten Meijawu und die
 Herstellung des berühmten Longjing Tees


Gemeinsam mit einer Teebauernfamilie begleiteten wir die Herstellung des Longjing Tees –
von der Ernte über die traditionelle Pfannenröstung bis zur Verkostung.

Unser Besuch in den Teegärten von Meijiawu war einer der eindrucksvollsten Momente der gesamten Reise. Gemeinsam mit Nana (Inhaberin der Hangzhou Meihu Tea Co., Ltd.) durften wir die berühmten Teeberge rund um das traditionsreiche Dorf kennenlernen – ein Ort, an dem Tee nicht nur angebaut, sondern mit großer Hingabe gelebt wird. Nana und ihre Familie widmen sich bereits seit Generationen mit großer Leidenschaft dem Teeanbau und gehören zu den wahren Kennern ihres Handwerks. Das Wissen über Tee, die Verarbeitung und die Kunst des Longjing Tea wurde innerhalb der Familie über viele Jahrzehnte weitergegeben.

Bereits die Fahrt von Hangzhou nach Meijiawu war ein Erlebnis. Schon nach kurzer Zeit ließen wir die Stadt hinter uns und tauchten in eine völlig andere Welt ein. Sanfte, sattgrüne Hügel, Bambushaine und schmale Wege zwischen den Teefeldern prägten das Landschaftsbild. Immer wieder zog leichter Nebel durch die Berge und verlieh der Umgebung eine beinahe malerische Atmosphäre. Trotz der unmittelbaren Nähe zur Millionenstadt herrschte hier eine beeindruckende Ruhe. Je näher wir den berühmten Teebergen kamen, desto deutlicher wurde das Ausmaß der Plantagen. Die Longjing-Region erstreckt sich über viele Quadratkilometer, und die Teefelder ziehen sich über unzählige Hügel und Täler. Von den Aussichtspunkten aus wirkten die Plantagen wie grüne Wellen, die sich über die Landschaft legen.

Der erste Schritt zum Spitzentee Longjing: die Ernte und das Pflücken

Im Teegarten angekommen wurden wir herzlich empfangen. Die Menschen vor Ort haben uns tief beeindruckt. Die Angestellten und Mitarbeiter begegneten uns außergewöhnlich höflich, offen und herzlich. Jede Frage wurde geduldig beantwortet, jeder Verarbeitungsschritt ausführlich erklärt. Man spürte sofort den Stolz und die Leidenschaft für ihren Tee. Dadurch entstand nicht das Gefühl einer touristischen Führung, sondern eines echten Einblicks in eine jahrhundertealte Teekultur. 

Besonders beeindruckend war das Pflücken des Tees. Erst vor Ort versteht man, warum hochwertiger Longjing Tea so kostbar ist. Die Pflückerinnen arbeiten mit unglaublicher Geschwindigkeit, Präzision und Erfahrung. Mit wenigen schnellen Bewegungen greifen sie zielsicher nur die perfekten jungen Triebe – oft nur eine Knospe mit einem oder zwei zarten Blättern. Dabei bewegen sich ihre Hände fast tänzerisch durch die Pflanzen. Was für uns einfach aussieht, ist in Wirklichkeit eine echte Kunst, die viel Erfahrung und Gefühl verlangt. Da durften wir dann auch gleich selber ausprobieren, und Hand anlegen. Ich kann nur sagen, Gott sei Dank importiere ich den Tee für unseren Online Shop und Laden, anderenfalls kämen unsere Kunden nicht sehr oft in den Genuss der Rarität Longjing-Tee . ;-)


Die Verarbeitung

Zurück im Haupthaus mit unsere Ernte ging es dann an die Herstellung des berühmten Tees. Besonders beeindruckend war für uns, dass wir die Herstellung des Longjing Tea vom frisch gepflückten Blatt bis zum fertigen Tee Schritt für Schritt miterleben durften. Erst dabei versteht man wirklich, wie viel Erfahrung, Gefühl und Handarbeit in diesem berühmten Grüntee steckt.

Nach der Pflückung welken die frischen Teeblätter zunächst für einige Zeit leicht an, damit sie weicher und geschmeidiger werden. Anschließend beginnt der wohl wichtigste und faszinierendste Schritt der Herstellung: das Rösten in der heißen Pfanne.

Dabei werden die frischen Blätter in einer großen Metallpfanne verarbeitet, die während des gesamten Vorgangs auf etwa 300 °C erhitzt ist. Trotz dieser enormen Hitze arbeiten die Teemeister nahezu ausschließlich mit den Händen. Mit ruhigen, fließenden und unglaublich präzisen Bewegungen werden die Blätter immer wieder gewendet, gedrückt und über die heiße Oberfläche bewegt. Dabei entsteht das typische leise Knistern der trocknenden Blätter.

Und hier passiert die Magie, so entsteht feinster, spitzen Grüntee: Longjing

Während dieses etwa 20-30 Minuten dauernden Vorgangs passiert gleich mehrere Dinge gleichzeitig:

    • die Blätter verlieren Feuchtigkeit 
    • die Oxidation wird gestoppt 
    • die typischen Röstaromen entstehen 
    • und die Blätter erhalten ihre charakteristische flache Form 

Gerade dieses Pressen und Streichen mit den Händen unterscheidet Longjing Tee von vielen anderen Grüntees. Die Bewegungen wirken beinahe meditativ und sind über Generationen perfektioniert worden. Jeder einzelne Handgriff entscheidet darüber, wie der Tee später aussieht, riecht und schmeckt.

Nach diesem ersten intensiven Pfannenrösten folgt die finale Trocknung. Dabei ruhen die Blätter zunächst kurz und werden anschließend nochmals schonend weitergetrocknet, bis sie nur noch sehr wenig Restfeuchtigkeit enthalten. Erst dadurch wird der Tee haltbar und entwickelt seine typische Eleganz und feine Aromatik.

Vom frisch gepflückten Blatt bis zum fertigen Longjing Tea vergehen – je nach Menge und Qualität – meist nur wenige Stunden. Gerade bei hochwertigen Frühlingstees geschieht nahezu jeder Verarbeitungsschritt noch am selben Tag der Pflückung, damit die Frische und die feinen Aromen erhalten bleiben.

Besonders eindrucksvoll war zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit und Erfahrung die Teemeister mit der enormen Hitze umgehen. Obwohl die Pfanne konstant auf etwa 300 °C erhitzt ist, wirken die Bewegungen ruhig, kontrolliert und fast elegant. Das leise Knistern der Blätter, der Duft der warmen Röstaromen und die fließenden Handbewegungen machen diesen Moment zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Am Ende entstehen daraus die typischen jadegrünen, flach gepressten Blätter des berühmten Longjing Tee – weich im Geschmack, mit feinen Kastaniennoten und einer außergewöhnlichen Eleganz.
Die Bilder dieses Prozesses zeigen eindrucksvoll, dass hochwertiger Tee echte Handwerkskunst ist, und nicht industrielle Massenproduktion.

Alles wichtige zum Longjing Tee

Was macht Longjing Tee so besonders?

Wo wächst Longjing Tee?
Lung Ching Tee, heute meist als Longjing Tea oder „Drachenbrunnentee“ bekannt, wächst hauptsächlich rund um Hangzhou in der Provinz Zhejiang. Besonders berühmt sind die Anbaugebiete westlich des West Lake, darunter Meijiawu, Longjing Village und Shifeng. Das feuchte Klima, regelmäßiger Regen, häufiger Morgennebel und mineralreiche Böden schaffen dort ideale Bedingungen für den Anbau besonders hochwertiger Grüntees.

Warum ist Longjing Tee so berühmt?
Longjing Tea zählt zu den bekanntesten und angesehensten Grüntees Chinas und wird von vielen als der „König der Grüntees“ bezeichnet. Seine außergewöhnliche Qualität und seine jahrhundertealte Geschichte haben ihn weltberühmt gemacht. Bereits chinesische Kaiser ließen sich diesen Tee liefern, und bis heute gilt echter West Lake Longjing als eine der edelsten Teespezialitäten Chinas.

Was unterscheidet Longjing Tee von anderen Grüntees?
Ein wesentliches Merkmal ist die traditionelle Verarbeitung. Nach der Ernte werden die frischen Teeblätter nicht gerollt wie bei vielen anderen Grüntees, sondern in heißen Pfannen von Hand geröstet und dabei flach gedrückt. So entstehen die charakteristischen flachen, jadegrünen Blätter.

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Wir haben die beste Qualität aus Hangzhou mitgebraucht. Zartes grünes Blatt mit etc.

China: Lung Ching, Bio (Grüner Tee)
China: Lung Ching, Bio (Grüner Tee)

Bio Lung Ching – Drachenbrunnen-Tee mit Geschichte und Charakter 🐉🍵 Für alle, die klassischen Grüntee lieben, ist dieser herausragende Bio Lung Ching ein echtes Highlight. Der traditionsreiche Tee, auch bekannt als „Drachenbrunnen“, stammt aus den berühmten Teegärten Chinas und überzeugt durch sein charakteristisches, flach gepresstes Blatt – ein Zeichen höchster Handwerkskunst. Direkt nach der Ernte werden die Blätter schonend in Pfannen erhitzt und sorgfältig gepresst. Dadurch erhält der Tee sein typisch mild-nussiges Aroma, das von einer sanften Süße begleitet wird. Ein besonderer Genuss nicht nur beim ersten Aufguss:In der chinesischen Teezeremonie Gong Fu werden die einzelnen Aufgüsse sogar poetisch benannt: Tee des guten Geruchs Tee des guten Geschmacks Tee der langen Freundschaft 💡 Tipp: Probiert es aus – Lung Ching eignet sich hervorragend für mehrere Aufgüsse, die immer neue Facetten seines feinen Aromas offenbaren. Ein Tee für echte Kenner – oder alle, die es werden möchten.Elegant. Zeitlos. Authentisch. Zutaten:  Bio Grüntee aus China Unsere Zubereitungsempfehlung für Grüner BioTee Lung China aus China:  

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Und hier kommt die Belohnung nach getaner Arbeit - eine ausführliche Teeverkostung mit Nana und unserem selbst geernten Longjing

Wir sind schon alle ganz aufgeregt, als Nana uns bittet, den gerade frisch gerösteten Lung Ching zu verkosten. Mit ruhigen, geübten Bewegungen arrangiert sie Kanne, Gläser und Tassen zu einer harmonischen Einheit. Zunächst gießt sie etwa 80 °C heißes Wasser in die kleine Kanne, um sie vorzuwärmen. Anschließend gibt sie die frisch gerösteten Teeblätter hinein und übergießt sie vorsichtig mit heißem Wasser. Sofort beginnen die flachen, jadegrünen Blätter langsam zum Leben zu erwachen. Ein zarter Duft nach gerösteten Kastanien, frischem Gemüse und einem Hauch Orchidee erfüllt den Raum.

Nach nur kurzer Ziehzeit schenkt Nana den Tee mit großer Sorgfalt in die kleinen Tassen ein. Wir nehmen den ersten Schluck – weich, frisch, elegant und erstaunlich süß im Nachhall. Kein Hauch von Bitterkeit, stattdessen eine feine Cremigkeit und die unverwechselbare Frische eines Tees, der nur wenige Minuten zuvor noch in der Röstpfanne lag.

In diesem Moment wird uns bewusst, dass wir nicht einfach nur einen Tee trinken. Wir erleben ein Stück chinesischer Teekultur, die über Generationen weitergegeben wurde – und wir verstehen, warum der Drachenbrunnentee zu den berühmtesten Grüntees der Welt zählt.

Abschließend erkundige ich mich bei Nana wie ich als Teehändler den besten Longjing für unseren Online Shop und Teeladen erkenne. Denn wir wollen nur die beste Ware für unsere Kunden einkaufen, und anbieten.

Woran erkennt man hochwertigen Longjing Tee?

Diese Frage beantwortete uns Nana mit großer Leidenschaft und beeindruckender Fachkenntnis direkt auf ihrer Teeplantage in Meijiawu.

Hochwertiger Longjing Tea lässt sich laut Nana bereits an den trockenen Blättern erkennen. Besonders feine Qualitäten besitzen eine gleichmäßige, flache Form, eine jadegrüne bis leicht olivgrüne Farbe und wirken sehr sauber verarbeitet. Die jungen Triebe bestehen idealerweise nur aus einer zarten Knospe mit ein bis zwei kleinen Blättern.

Ebenso wichtig ist der Duft: Hochwertiger Longjing verströmt bereits trocken ein feines, warmes Aroma mit leicht nussigen und kastanienartigen Noten. Beim Aufgießen entwickelt der Tee schließlich seine besondere Eleganz – weich, rund, frisch und nahezu ohne Bitterkeit.

Nana erklärte uns außerdem, dass Herkunft, Pflückzeitpunkt und Verarbeitung entscheidend sind. Besonders begehrt ist der früh im Frühjahr geerntete „Mingqian“-Tee vor dem Qingming-Fest. Diese jungen Blätter wachsen sehr langsam und besitzen dadurch besonders feine und komplexe Aromen.
Außergewöhmlich war für uns vor allem, mit welcher Ruhe und Präzision Nana jedes Detail erklärte. Man spürte sofort, dass hier jahrzehntelange Erfahrung und echtes Familienwissen weitergegeben werden.

Abschied

Während der Verkostungen wurde uns bewusst, wie stark Herkunft, Klima und Handarbeit den Charakter eines Tees prägen. Das feucht-subtropische Klima, die häufigen Regenfälle, die neblige Luft und die mineralreichen Böden der Hügel schaffen ideale Bedingungen für den berühmten Longjing Tea. Und zwischen dampfenden Gläsern, frisch gerösteten Blättern und Gesprächen über Tee entstand immer wieder dieses besondere Gefühl: Hier ist Tee nicht einfach ein Produkt, sondern ist Teil des täglichen Lebens und der chinesischen Kultur.

DANKE Nana, wir kommen bestimmt wieder!

Woran erkennt man hochwertigen Longjing Tee?


Blattbild:
Nana erklärte uns, dass hochwertiger Longjing Tea an seinem besonders gleichmäßigen Blattbild zu erkennen ist. Die Blätter sollten flach gepresst, sauber verarbeitet und möglichst ungebrochen sein. Junge Spitzenqualitäten bestehen oft nur aus einer kleinen Knospe mit ein bis zwei zarten Blättern.

Farbe:
Ein guter Longjing besitzt laut Nana eine helle jadegrüne bis leicht olivgrüne Farbe. Die Blätter wirken lebendig und frisch – niemals grau oder dunkel. Auch der aufgegossene Tee sollte klar und leicht golden schimmern.

Duft:
Schon die trockenen Blätter verströmen einen feinen, warmen Duft. Nana beschrieb die typischen Aromen als leicht kastanienartig, nussig und frisch-grün. Während des Röstens entfalten sich diese feinen Duftnoten besonders intensiv.

Geschmack:
Besonders hochwertiger Longjing Tea schmeckt weich, rund und elegant. Er besitzt kaum Bitterkeit und entwickelt eine feine natürliche Süße. Nana erklärte uns, dass ein großer Longjing niemals aggressiv wirkt, sondern ruhig, klar und harmonisch. Die berühmten Kastanien- und Röstaromen bleiben dabei lange angenehm im Mund.

Herkunft:
Für Nana spielt die Herkunft eine entscheidende Rolle. Die berühmtesten Longjing-Tees stammen aus den Hügeln rund um den West Lake bei Hangzhou, insbesondere aus traditionellen Gebieten wie Meijiawu oder Longjing Village. Klima, Nebel, Boden und jahrhundertealte Erfahrung prägen dort den besonderen Charakter dieses berühmten Grüntees.

Zurück in Hangzhou

Zurück in Hangzhou wurde uns noch einmal bewusst, welchen unglaublichen Stellenwert Tee in China besitzt. Tee ist dort weit mehr als ein Getränk – er ist Kulturgut, Alltagsbegleiter und Teil des gesellschaftlichen Lebens.

Zum Abschluss erkundeten wir das berühmte Teeviertel rund um den West Lake Tea Market sowie die traditionellen Teehäuser in den Gassen von Meijiawu. Dort reiht sich ein kleiner Teeladen an den nächsten. Überall stehen offene Dosen mit frisch verarbeitetem Tee, große Bambuskörbe voller grüner Blätter und traditionelle Röstpfannen, in denen teilweise direkt vor Ort gearbeitet wird.
Überall in der Stadt begegneten wir Menschen mit Teegläsern oder Thermoskannen. Ob auf der Straße, im Geschäft, im Taxi oder beim Essen – Tee wird in China zu jeder Tageszeit getrunken. 

Was wir besonders lustig fanden, dass viele Chinesen  ihren Tee sogar den ganzen Tag bei sich tragen, und gießen ihn immer wieder mit heißem Wasser auf (unser Guide und unser Fahrer machten das so)

Für uns als Teehändler waren die Besuche in den Teehäusern und Fachgeschäften besonders spannend. Hier suchten wir gezielt nach neuen Ernten und hatten die Möglichkeit, zahlreiche Qualitäten miteinander zu vergleichen. Fast überall wurden uns verschiedene Longjing-Tees zur Verkostung angeboten. Gemeinsam mit den Teehändlern prüften wir Aussehen, Duft, Geschmack und die Verarbeitung der einzelnen Chargen. Dabei wurde schnell deutlich, wie groß die Unterschiede selbst innerhalb einer einzigen Ernte ausfallen können.

Besonders wertvoll waren die Gespräche mit den Händlern. Sie erklärten uns die Besonderheiten der jeweiligen Anbaugebiete, Erntezeitpunkte und Verarbeitungsmethoden und ließen uns Tees aus unterschiedlichen Lagen direkt miteinander vergleichen. Diese Verkostungen und der persönliche Austausch geben uns bis heute ein noch besseres Verständnis dafür, woran sich hochwertige Qualität erkennen lässt – ein Wissen, das wir bei der Auswahl unserer Tees täglich nutzen.

Fazit: Was wir als Teehändler aus Hangzhou mitnehmen

Ich bin mit vielen schönen Erinnerungen, großartigen Begegnungen und noch mehr Respekt vor dem Teeanbau nach Hause gekommen.

Die Reise hat mir gezeigt, dass Qualität nicht in großen Worten entsteht, sondern in tausenden kleinen Handgriffen – vom Pflücken bis zur letzten Trocknung der Blätter.

Genau dieses Wissen möchten wir künftig noch stärker mit unseren Kundinnen und Kunden teilen. Nicht nur, welchen Tee wir verkaufen, sondern warum wir ihn ausgewählt haben und welche Menschen dahinterstehen. Denn Tee ist für uns weit mehr als ein Getränk – er verbindet Kulturen, Traditionen und Menschen.

Lung Ching Tee stammt aus der Region rund um Hangzhou in der chinesischen Provinz Zhejiang. Besonders berühmte Anbaugebiete befinden sich in den Hügeln rund um den West Lake, beispielsweise in Meijiawu oder Longjing Village. Dort sorgen Nebel, feuchtes Klima und mineralreiche Böden für ideale Bedingungen.
Ja. „Lung Ching“ beziehungsweise „Longjing“ ist die chinesische Bezeichnung, während „Dragon Well Tea“ die englische Übersetzung ist. Beide Namen beschreiben denselben berühmten Grüntee aus Hangzhou.
Nach der Pflückung welken die frischen Blätter zunächst leicht an. Anschließend werden sie in heißen Metallpfannen von Hand geröstet, gewendet und gleichzeitig flach gepresst. Dabei wird die Oxidation gestoppt und der Tee erhält seine typischen Röstaromen sowie die charakteristische flache Form. Danach folgt die finale Trocknung, bevor der Tee fertig verarbeitet ist.
Besonders hochwertige Qualitäten werden ausschließlich im Frühjahr und oft nur für wenige Wochen geerntet. Gepflückt werden meist nur die jüngsten und zartesten Triebe – ausschließlich von Hand. Hinzu kommen die aufwendige Verarbeitung, die begrenzten Anbaugebiete und die große internationale Nachfrage nach echtem Longjing Tea aus Hangzhou.

Longjing Tee besitzt einen weichen, eleganten und sehr ausgewogenen Geschmack. Typisch sind frische grüne Noten, eine feine natürliche Süße sowie leicht nussige und kastanienartige Röstaromen. Hochwertiger Longjing Tea wirkt dabei kaum bitter und sehr harmonisch.

Für Longjing Tee empfiehlt sich eine Wassertemperatur von etwa 75–85 °C. Zu heißes Wasser kann die feinen Aromen überdecken und den Tee bitter wirken lassen. Besonders hochwertige Qualitäten entfalten ihre Eleganz am besten mit etwas kühlerem Wasser.
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